Die BSZ Stiftung in Bewegung - Liegenschaft gekauft

Das BSZ Jahr 2016 stand im Zeichen der Abstimmung der Angebote auf die sich stark wandelnden Klientenbedürfnisse. Der entstandene Mehraufwand in der Betreuung liess sich nicht kostenneutral bewerkstelligen. Im Hinblick auf zukunftsfähige Wohnlösungen, hat die Stiftung eine Liegenschaft beim Standort Seewen mit Spendenbeteiligung erworben.

Die Betreuung und Begleitung von Menschen mit einer Beeinträchtigung ist in Bewegung. Für neu eintretende junge Erwachsene mit überdurchschnittlich starken Beeinträchtigungen sind umfassende Betreuungskonzepte erforderlich. Da die Arbeitsfähigkeit der bei der BSZ Stiftung beschäftigten Klienten aus verschiedenen Gründen sinkt, verlagern sich Arbeitsplätze aus der industriellen Fertigung ins betreuungsintensivere Werken. Im Wohnen leben mehr ältere Klienten, die nebst Betreuung, vermehrt auch an sieben Tagen pro Woche, Pflege benötigen. Knappe Ressourcen erfordern Kreativität und Veränderungsbereitschaft, um die Bedürfnisse der Klienten zeitgemäss zu erfüllen.

Kauf einer Liegenschaft in Seewen
2016 legten Stiftungsrat und Geschäftsleitung gemeinsam die Eckpfeiler für die Strategieperiode 2017-21 fest. Um den steigenden Bedarf an Wohnplätzen und Wohnraum für sehr unterschiedliche Bedürfnisse mittelfristig sicherzustellen und neue integrative Wohnformen auch im Kanton Schwyz zu erproben, hat die BSZ Stiftung die Liegenschaft an der Bahnhofstrasse 143 neben dem Standort Seewen erworben. Dass der Kauf in kurzer Zeit zustande kam, ermöglichten Spendengelder. Gegenwärtig bleibt das Gewerbe- und Wohnhaus an Externe vermietet. Auch für den Umbau des Standorts Steinen engagiert sich die BSZ Stiftung mit einem professionalisierten Fundraising, um trotz der Budgetbeschränkungen durch die öffentliche Hand, einen zweckmässigen Umbau zu realisieren.

Weitere strategische Schritte im Sinne der Integration
Im Arbeitsbereich wurden die Fertigungsprozesse optimiert, um mehr Raum in den Werkstätten zu schaffen. Partnerschaften mit innovativen Schwyzer Unternehmen steigern das betriebsinterne Know-How und ermöglichen gewinnbringende Arbeit. In den verschiedenen Wohnangeboten wurden Lösungen für die sich stark wandelnden Klientenbedürfnisse gefunden. Dank dem 2016 neu geschaffenen Geschäftsbereich Human Resources profitieren wir von zeitgemässer HR Kompetenz.

Steigerung des Betriebsertrags
Wirtschaftlich hat sich die Stiftung im vergangenen Jahr den Umständen entsprechend positiv entwickelt. Sie ist erneut gewachsen und beschäftigte Ende 2016 1022 Personen, wobei die Anzahl KlientInnen nicht weiter angestiegen ist. Der Gesamtaufwand der Stiftung erhöhte sich um 5.5% auf CHF 42 Mio. Mit der Aufnahme von sogenannt anspruchsvollen Platzierungen steigt der Bedarf an personellen Ressourcen und Platz überproportional. Dies führte in den vom Kanton finanzierten Angeboten zu einem Fehlbetrag von CHF 0.73 Mio. gegenüber Globalbudget. In den von der IV finanzierten Wohnangeboten konnten weniger Klienten als geplant platziert werden, was ebenfalls zu einer Umsatzeinbusse von CHF 0.17 Mio. führte. Demgegenüber stieg der Betriebsertrag – ohne die Betriebsbeiträge des Kantons – um rund 2% auf CHF 19.2 Mio. Zu diesem Zuwachs beigetragen haben mehr ausserkantonale Klienten, mehr Erträge aus dem Produktions- und Dienstleistungsbereich und der vermehrte Einsatz von Spendengeldern.
 
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